INTROVERTIERT VS EXTROVERTIERT

Mann allein Bürofee

Und in gewisser Weise verstehe ich die Irritation: Meist bin ich laut, eher poltrig, fröhlich und offen. Schüchternheit sieht wirklich anders aus. Kein Wunder, dass ich immer schräg angeschaut werde, wenn bei irgendwelchen Familienfesten eine Rede gehalten werden soll und ich höflich, aber bestimmt ablehne, das zu übernehmen. Allein beim Gedanken daran, dass mehrere dutzend Augenpaare auf mir ruhen, schlottern mir schon die Knie. Dieser Zwiespalt meiner Persönlichkeit hat tatsächlich einen Fachbegriff: Wer weder wirklich extrovertiert noch so ganz introvertiert ist, gilt als ambivertiert.

1. Introvertierte können ziemlich extrovertiert sein.

Wie egal ob introvertiert oder extrovertiert: Wir sind alle in der Lage, uns unserer Umwelt anzupassen. Der eine mehr, die andere weniger. Introvertierte Menschen schaffen sich durchaus so verhalten wie extrovertierte. In vielen Situationen kann das sinnvoll sein.

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Ich sollte introvertiert sein? Eine von denen, die den Mund nicht aufbekommen? Das musste ein Irrtum sein. Mein Spitzname als Kind war Schnatterinchen, weil ich ununterbrochen quatschte. Introvertiert war für mich die Klassenkameradin, die den ganzen minütigen Schulweg über schweigend auf den Weg starrte und mich damit in den Wahnsinn trieb. Aber ich doch nicht?! Was für ein Missverständnis. Still ist negativ konnotiert, denn ruhig sein wird in unserer extrovertierten Kultur mit wenig Selbstbewusstsein assoziiert. Dabei haben Intros Selbstbewusstsein — sie haben nur nicht das Bedürfnis, es ständig vor sich herzutragen.

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