SEITE 2 - : EIN TOTSCHLÄGER MIT HANDICAP

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Der Roman spielt in Los Angeles Anfang der fünfziger Jahre. In einer Zeit, als der Rassismus so selbstverständlich ist wie der Wechsel von Tag und Nacht. Wie die Spieler auf dem Platz ihre farbigen Caddies verhöhnen, wie die Polizei junge Schwarze systematisch misshandelt, wie Norah, die sich früher gern einbildete, eine Menschenrechtsaktivistin zu sein, nach der Vergewaltigung alle Nigger für Verbrecher hält - davon erzählt Dexter in einer lakonischen, harten, von Jürgen Bürger souverän ins Deutsche übertragenen Sprache, die viel beklemmender ist als ein paar splitternde Knochen oder blutüberströmte Körper. Der heute so selbstverständliche Aufstieg von Farbigen im Sport war Anfang der fünfziger Jahre in den Vereinigten Staaten noch undenkbar. Jedenfalls im Golf: Es gab in Los Angeles nur zwei Plätze, auf denen Neger Golf spielen konnten, die Western Avenue und Griffith Park, und was Griffith Park betraf, machten Geschichten die Runde.

People of Color

All the rage ihrem Buch Exit racism — rassismuskritisch denken beschäftigt sich die Autorin Tupoka Ogette damit, wie tief Rassismus all the rage unserer Sprache verankert ist. Im Interview mit PULS erklärt sie, wann wir unterschiedliche Bezeichnungen brauchen, obwohl wir idealerweise einfach nur Menschen sind. PULS: Millionen Menschen sind unsicher, welche Begriffe sie gegenüber People of Color und Schwarzen Menschen verwenden können. Was darf be in charge of denn noch sagen? Tupoka: Was Menschen im Alltag oft meinen, wenn sie das sagen ist: Sie möchten durchgebraten für das kritisiert werden, was sie sagen. Ich finde es aber wichtig, dass wir für unsere Sprache Verantwortung übernehmen.

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