RENATE GÄRTNER

Treffen Sie die Mädchen Stressigen

Trotz Annäherungen bei der Berufsorientierung treffen Mädchen und Jungen nach wie vor geschlechtsspezifische Berufsentscheidungen. Auf den ersten Blick und rein oberflächlich betrachtet könnte man meinen, dass sich bei der individuellen Berufswahl unter Geschlechterperspektive kaum etwas verändert habe: Wie eh und je scheinen sich die Wege junger Frauen und junger Männer beim Übergang in Ausbildung und Beruf eher zu trennen als sich anzunähern. Indikatoren dafür sind die stärkere Konzentration junger Frauen auf wenige duale Ausbildungsberufe, die zudem fast alle zu den Bereichen der Kaufleute und der personenbezogenen Dienstleistungen gehören. Diese Geschlechtersegregation im Bereich der Berufsausbildung wird bereits seit den er Jahren auch in der offiziellen Berichterstattung bei der Darstellung der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Berufsbildungsbericht der Bundesregierung und seit im Datenreport zum Berufsbildungsbericht dokumentiert. Bei dieser so grob umrissen eher konstanten Situation kann es nicht verwundern, dass Ansatzpunkte und Zielrichtungen der Berufsorientierung für junge Frauen über die vielen Jahre hinweg unveränderte Akzentsetzungen aufweisen: Wie eh und je sollen Mädchen und junge Frauen mit der gewerblich-technischen Welt bekannt gemacht werden, noch immer sollen sie ermutigt werden, sich in Männerdomänen vorzuwagen, ihre beruflichen Karrieren zu planen und durchaus auch Führungspositionen anzustreben. Tatsächlich ist das reale Bild jedoch differenzierter. Häufiger als junge Männer scheinen junge Frauen zu wissen, was sie einmal werden oder machen möchten. Die Ergebnisse der Studie weisen auch darauf, dass als geschlechtsuntypisch geltende Talente und Berufs- Interessen nicht immer die notwendige Beachtung und Unterstützung im Kontext der Berufsorientierung erhalten. Bei jungen Männern sind das die sozialen und helfenden Talente und Interessen — wenn beispielsweise das Wunschberufsfeld Medizin ist und stattdessen der Übergang in einen männertypischen Handwerksberuf erfolgt - bei jungen Frauen sind es die gewerblichen, technischen und handwerklichen Interessen und Talente — wenn beispielsweise der Berufswunsch Hufschmiedin ist und der Übergang in eine Ausbildung im Einzelhandel erfolgt.

Ein Marshallplan mit Afrika

Etwa die Hälfte der 20 am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften liegt dort. Die Bevölkerung Afrikas wird sich bis auf 20 Prozent der Weltbevölkerung verdoppeln. Hier wachsen die globalen Märkte, die Beschäftigten und Kunden der Zukunft heran — und damit auch die Herausforderung, das Potenzial zu nutzen und Arbeit und Perspektiven für die Jugend zu schaffen. Allgemeinheit afrikanischen Staaten haben sich für Allgemeinheit notwendige sozialökonomische Transformation eine hoch ambitionierte Agenda gesetzt, die danach strebt, dass Afrika bis ein wohlhabender Kontinent mit den Mitteln und Ressourcen sein soll, seine eigene Entwicklung voranzutreiben, mit nachhaltiger und langfristiger Verantwortung für seine Ressourcen. Ziel 1 der Agenda der Afrikanischen Union.

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